Jazz
Dance ist eine in den USA
entstandene Form des zeitgenössischen
Tanzes bzw. zeitgenössischen
Gesellschafts- und Kunsttanzes.
Ursprünglich war die musikalische
Grundlage die Jazzmusik; heute werden in
der Regel die Top-Titel aus den
Pop-Charts verwendet. Der Jazz Dance
entwickelte sich aus afroamerikanischen
Tanzstilen (aus Angola und dem Kongo),
die im 19. Jahrhundert mit Sklaven nach
Amerika kamen.
In jüngster Zeit hat mit dem
Hip-Hop-Tanz eine völlig neue Ästhetik
in die Domaine des Jazztanzes Einzug
gehalten. Wie auch der Jazztanz liegen
die Wurzeln des Hip-Hop in der
ethnischen und sozialen Identität seiner
ersten Generation. Mit dem erfolgreichen
Marsch der Hip-Hop-Musik in die Charts
der Popmusik allerdings hat sich auch
der Hip-Hop-Tanz dem allgemeinen Trend
einer 'coolen' Jugendkultur angenähert
und ist vom Ghetto in die Tanzstudios
übersiedelt. Hip- Hop steht nunmehr
neben Ballett und Jazztanz auf den
Stundenplänen der meisten Tanzstudios.
Hip-Hop Choreographen und Tänzer wie
Detlef 'D!' Soost, Storm (Niels Robitzky)
in Berlin, Andrew Resurreccion in Zürich
oder Bounce in Stockholm prägen in
Bühnenshows und Fernsehformaten auf ganz
unterschiedliche Weise die Entwicklung
des Hip-Hop, der mittlerweile auch als
Teil ernsthafter, zeitgenössischer
Tanzkunst wahrgenommen wird.




